Kellersanierung Wesel
Objekt Keller Doppelhaushälfte Wesel 2017
Objekt Keller Doppelhaushälfte Wesel 2017
Dieses Objekt ist eine Doppelhaushälfte aus dem Baujahr 1938.
Es handelt sich hierbei um ein gemauertes Kelleraußenmauerwerk, welches keinerlei Außenabdichtung oder andere technische oder chemische Dichtmaßnahmen erhalten hat.
Wie auf den folgenden Bildern ersichtlich, hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte, trotz Dachüberstand und teilweise überdachter Terrasse, das Kellermauerwerk mit Nässe vollgesogen und entsprechende Aussalzungen und Schimmelbildungen sind großflächig aufgetreten.
Auch waren mittlerweile Geruchsbelästigungen in den Kellerräumen und dem Hausflur deutlich wahrnehmbar.
Die durchschnittliche Raumluftfeuchte lag bei 65% bis teilweise zu 85% Die Schädigungen durch Aussalzungen waren mittlerweile so groß, dass auch großflächig vorhandene Putzstrukturen von dem Mauerwerk abgelöst wurden.



Zeitweise war der Nässeeintrag so groß, dass bei starken Regenfällen Pfützenbildung auf dem Kellerboden sichtbar waren.
Die Lagerung von Geruchs- und Feuchtigkeitsempfindlichen Gegenständen oder Waren, war in diesen Kellerräumen nicht mehr möglich, ohne Gleichzeitig Gefahr zu laufen, dass die gelagerten Dinge Schaden nehmen.
In diesem Fall haben sich die Türbl.tter durch den hohen Feuchteeintrag verzogen und teils Schimmel angesetzt.

Als erste Maßnahme wurden alle befallenen Wände mit einem Schimmelmittel behandelt und der Putz wurde ganzflächig entfernt.

Der Aufgang zum Wohnbereich wurde abgedichtet, damit Staub und Schimmel sich nicht im Gebäude verteilen konnten.

Lose oder befallene Fugen wurden teilweise bis zu 30mm tief ausgekratzt.

Nach den groben Abrissarbeiten wurden Wände und Böden weitestgehend Staubfrei gereinigt und damit der Untergrund für den Auftrag von Izonil vorbereitet.
Die Vorbereitung von Izonil war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da eine hohe Staubentwicklung in der Anrührphase entstand und die Wasseraufnahme des Rohmaterials länger als bei herkömmlichen Zementputzen dauert.
Hier muss klar die Empfehlung ausgesprochen werden, Izonil ausschließlich im freien anzurühren und wenn möglich den Putzkübel abzudecken.
Das Auftragen auf die Wandflächen von Izonil unterscheidet sich nicht von herkömmlichen Putzen.


Für das weitere Verarbeiten der Wände war in unserem Fall ein wenig Eile geboten, da sich das glattziehen der Wandflächen mit der H-Profil-Kartätsche bei zu langer Wartezeit als problematisch darstellte. Wenn man sich an die verkürzten Zeitinterwalle zur Weiterverarbeitung gewöhnt hat, geht es leicht von der Hand. Filzen sollte man nicht zu Nass, da sonst zu viele Bindemittel ausgeschwemmt werden.
Bei diesem speziellen Objekt war ein sauberer Bodenanschluss nicht Notwendig, da zu einem Späteren Zeitpunkt noch ein neuer Boden gelegt wird.
Der Keller wurde nach Fertigstellung der Putzflächen ohne Bautrockner oder anderen technischen Geräten im Prinzip sich selbst überlassen. Natürlich wurde für ausreichende Lüftung gesorgt, welche hauptsächlich darin bestand, dass mehrmals täglich für Sto.gelüftet wurde und ansonsten das Kellerfenster längerfristig auf Kippstellung gebracht war. In den ersten Tagen war die Nässe auf der Putzoberfläche so groß, dass sie in kleinen Rinnsalen auf den Boden abfloss, dort wurde dann die mit Aufnehmern entnommen.
Nach ca. 14 Tagen waren auf den Wandoberflächen noch große sehr feuchte Flächen sichtbar, allerdings hatte Tropfenbildung aufgehört. Die Leuchtfeuchtigkeit war weiterhin sehr hoch meist über 75%. Im weiteren Verlauf der nächsten Wochen, wurden die Flecken heller und zusehends kleiner.

Nach einer Trocknungsphase von 16-20 Wochen ist nun eine fast vollflächige Austrocknung der Wandflächen erreicht.
Die Luftfeuchtigkeit hat sich auf ca. 50-55% eingependelt und entspricht den gewünschten Vorstellungen, somit wurde das Projekt erfolgreich ausgeführt.


Eine Oberflächenveredelung ist Abschließend vorgesehen, dies wird mit einer Beschichtung geschehen, welche die diffundierende Wirkung von Izonil unterstützt und somit eine kontinuierliche Entfeuchtung der Kellerwände gewährleistet.
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